Steinformat von Kunststeine
Das Format eines Kunststeins mit den Seitenlängen 2 x 1 x 1/2 Achtelmeter (Länge x Breite x Höhe) - also 25 x 12,5 x 6,25 cm - wird Dünnformat (DF), das mit den Seitenlängen 2 x 1 x 2/3 Achtelmeter - also 25 x 12,5 x 8,33 cm Normalformat(NF)genannt. Dabei wird die den Stein umgebenden Mörtelschichten berücksichtigt. Ein Dünnformatstein ist deshalb 24 x 11,5 x 5,2 cm und das Normalformat 24 x 11,5 x 7,1 cm.
Normformate
DF: Dünnformat 24 x 11,5 x 5,2 (und die Vielfachen davon)
NF: Normalformat 24 x 11,5 x 7,1
Sonderformate
WF: Waalformat 21 x 10 x 5,2, als Dickformat auch 21 x 10 x 6,5
RF: Rheinisches Format 24 x 11,5 x 5,2
Römisches Format (Römisch: 24 x 11,5 x 4),
Euroniodul-Formate im 10-cm-Raster (z.B. 20 x l0 x l0 bzw. 19 x 9 x 9 oder 30 x 20 x 10), der 9-cm-Stein (24 x 9 x 5,2) oder regionale Sonderformate wie etwa die Altbaierischen Formate 29 x 14 x 6,5 (bzw. 7,1), 32 x 15,2 x 6,5 (bzw. 7,1) und 34 x 16,2 x 6,5 (bzw. 7,1).
Steingut
verwendet man für Haushaltwaren (Hartsteingut) und Fliesen (Kalksteingut). Es besteht je zu 40 bis 60% aus Ion und Quarz und etwas Feldspat bzw. Kalk und wird bei 1120 bis 1250ºC gebrannt. Steingut wird normalerweise im Zweibrandverfahren glasiert. Der Scherben ist porös.
Steingutfliesen
sind glasiert, dampfdicht und leicht zu reinigen. Manche Glasuren enthielten früher radioaktive Stoffe. Verwendung für Nassbereiche, Bäder, WCs und Küchen als dekorative Verkleidung in Eingangshallen und beständige Außenfassaden. Profilierte Platten und Bordüren ergänzen das Angebot. Die Verlegung erfolgt im Dickbettverfahren oder Dünnbettverfahren.
Steinholzfußboden
elastischer und fußwarmer, fugenloser Belag aus Weichholzmehl und Magnesit als Bindemittel. Heute kaum noch üblich. Bei den Altbauten wurde z. B. öfter der Fußboden in den Bädern aus Steinholz hergestellt. Die Holzkonstruktion darunter zeigt meistens Schäden.
Steinkohle
Heizwert/Kilogramm 7,5 bis 9 kWh
Steinzeug
wird aus Tonen (40 bis 50%), Feldspat (15 bis 25%) und Quarz (30 + 40%) hergestellt und bei Temperaturen von 1200 bis 1300ºC weitgehend dicht gebrannt. Die Verwendung von Steinzeug reicht von Kanalisationsrohren über Chemieapparate und Chemiegeräte bis zu Wand- und Bodenplatten.
Steinzeugplatten
haben eine ähnliche Zusammensetzung wie Steingutfliesen, müssen aber nicht glasiert werden, da sie oberhalb der Sindergrenze gebrannt werden. Sie haben eine große Abriebfestigkeit und sind säurebeständig und laugenbeständig.
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