Anhydrit
ist ein wasserloses Gipsmineral, das in großen Mengen vor allem in Steinsalzlagern gefunden wird. Als Bindemittel wird es in Putz- und Estrichmörteln verwendet. Anhydritbinder enthält neben dem Anhydrit noch bis zu 5% Zusätze, die seine Wasserbindung anregen, z.B. Kali- oder Eisensulfat, Portlandzement oder TraB. Hergestellt wird Anhydritbinder aus dem natürlichen Mineral oder aus synthetischem Anhydrit, der z.B. bei der Produktion von Fluorwasserstoffsäure anfällt.
Anhydritestrich
wird aus AB 20 und Sand, Mischungsverhältnis 1: max. 2,5 Raumteile bzw. 450 kg Anhydritbinder je m2 fertigen Estrich, hergestellt. Fugen sind auch bei großen Flächen (1000 m2) wegen der guten Raumbeständigkeit nicht erforderlich. Bei einer Fußbodenheizung sind allerdings Dehnungsfugen vorzusehen, wenn die Seitenlängen 6 bis 7 m überschreiten. Nicht für Feuchträume geeignet.
Anhydritestrich (Mörtelestrich)
aus Anhydritbinder, Sand und Wasser, wird als Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht, schwimmender Estrich, Estrich mit nutzbarer Oberfläche, ggf. mit besonderer Versiegelung ausgeführt. Vorteile gegenüber dem Zementestrich ist die geringere Rissgefahr bei der Herstellung. In Bereichen, wo Feuchtigkeit auftritt, z.B. über feuchten Kellergewölbe, ungeeignet.
Anker, Ankerplatten
aus Stahl, werden einbetoniert oder eingemauert, wenn ein Bauteil festen Halt am übrigen Baukörper finden muss.
Anrechenbares Luftvolumen
wird aus dem beheizten Bauwerksvolumen oder Raumvolumen V ermittelt: VL = 0,80 x V [in m3]
Anschiften
Anschuhen, Aneinanderfügen oder Ergänzen von Balken in der Längsrichtung.
Anschlagen
Türen oder Klappen durch Scharniere bzw. Scharnierbänder mit dem entsprechenden Möbelstück verbinden (anschrauben) (Begriff aus dem Holzbearbeitungshandwerk)
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