Nucleosid
Eine Base (Purin oder Pyrimidin), die kovalent mit einem Zucker aus fünf Kohlenstoffatomen (einer Pentose) verbunden ist. Ist der Zucker eine Ribose, handelt es sich um ein Ribonucleosid, ist es eine Desoxyribose, nennt man das Nucleosid ein Desoxyribonucleosid.
Nucleotid
Ein Nucleosid mit einer oder mehreren Phosphatgruppen am 5-Kohlenstoffatom der Pentose. Ribosehaltige Nucleoside bezeichnet man als Ribonucleosidmonophosphat (NMP), Ribonucleotiddiphosphat (NDP) beziehungsweise Ribonucleosidtriphosphat (NTP). Enthält das Nucleosid den Zucker Desoxyribose, nennt man die Nucleotide Desoxyribonucleosidmonophosphat (dNMP), Desoxyribonucleosiddiphosphat (dNDP) bzw. Desoxyribonucleosidtriphosphat (dNTP).
Oligonucleotid
Ein kurzes einzelsträngiges DNA-Molekül (meist aus sechs bis 100 Nucleotiden). Oligonucleotide werden in der Regel chemisch synthetisiert und auch als Oligodesoxyribonucleotide oder Oligomere bezeichnet.
Oligonucleotid-Ligationstest
Ein Diagnoseverfahren, mit dem sich nachweisen lässt, ob innerhalb eines Zielgens ein bestimmtes Nucleotidpaar vorhanden ist oder nicht. Oft erhält man so einen Hinweis darauf, ob es sich um das (normale) Wildtypgen oder ein mutiertes (fehlerhaftes) Gen handelt. Auch OLA (oligonucleotide ligation assay) abgekürzt.
Onkogen
Ein Gen, das beim Zellteilungszyklus eine Rolle spielt. Häufig veranlassen mutierte Formen eines Onkogens eine Zelle zu unkontrolliertem Wachstum.
Ontogenese
individuelle Entwicklung eines Tieres oder einer Pflanze vom Keim bis zur Fortpflanzungsreife; Gegensatz: Phylogenese
Ontogenie
individuelle Entwicklungsgeschichte der Tiere und Pflanzen; Gegensatz: Phylogenie
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